Jugendweihe am Limes (2024)

2024 war es dann so weit – die Jugendweihe wurde von unserer lieben Freundin Felis von der Sippe Audur Faeddur in einem wunderschönen Ritual vollzogen.

Schon Wochen zuvor wurden einige liebe Gäste eingeladen, kleine Aufmerksamkeiten heimlich vorbereitet und das Ritual ausgearbeitet.

Was man von früher oder aus Filmen als „Spießrutenlauf“ kennt, fand bei uns in dieser Form nicht statt. Die beiden Kinder, Lagiatha und Vigoleis im Alter von 12 und 13 Jahren, wurden jedoch im Vorfeld darauf vorbereitet, einige „Prüfungen“ zu bestehen.

Vigoleis musste beispielsweise aus eigener Kraft ein Feuer entfachen, dieses am Wochenende als Lagerwache bewachen und später in der Nacht wieder löschen – ohne, dass jemand zu Schaden kommt. Auf dem Markt fand er zudem Arbeit und durfte einem Met-Händler zur Hand gehen, um sich so ein paar Taler zu verdienen. Später war er auch bei den Kriegern als Wasserträger im Kampf dabei und half den Schwertkämpfern, ihre Becher zu füllen und sie während der Vorführung auf dem Markt mit Wasser zu versorgen.

Lagiatha bereitete ein Mahl für die gesamte Sippe am offenen Feuer zu, welches sie zuvor selbst am mittelalterlichen Herd entzündet hatte. Bereits einige Zeit vor dem Markt übte sie sich im Nähen und fertigte ihr erstes eigenes Gewand – ganz ohne Hilfe.

So ergab es sich, dass die Kinder bereits vor dem Markt im Alltag daheim mehrere „Prüfungen“ gemeistert hatten – ohne es zu wissen.

Felis eröffnete das Ritual mit einer Räucherung, lud die Gottheiten der nordischen Mythologie sowie die Elemente ein und schließlich auch uns Eltern und den kleinen Bruder, um in den geweihten Kreis einzutreten. Auch Zaungäste sowie die geladenen Mitglieder der Sippe im Lager wurden eingeladen, dem Ritual von außen beizuwohnen.

Im Verlauf des Rituals wurde den Kindern aufgezeigt, welche Prüfungen sie – bewusst wie unbewusst – bereits erfolgreich bestanden hatten. Man kann sich gut vorstellen, wie positiv überrascht und begeistert sie darauf reagierten.

Abschließend wurde betont, dass das Leben und der Alltag auch weiterhin viele Prüfungen bereithalten und dass sie das Privileg haben, von Menschen umgeben zu sein, die ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn es allein einmal zu schwer wird.

Natürlich durfte der obligatorische Schluck (Kinder-)Met aus dem großen Trinkhorn nicht fehlen. Zum Abschluss wurde der geweihte Kreis wieder geöffnet, und die Jugendlichen, die einst Kinder waren, traten hinaus, um ihre Gäste zu begrüßen und deren Geschenke entgegenzunehmen.

Vom Familienoberhaupt Sven erhielt jeder von ihnen ein eigenes Allzweckmesser mit einer kunstvollen Lederscheide für den Gürtel. Lagiatha bekam zusätzlich Bernsteinohrringe von ihrer Mutter, Vigoleis ein Prunk-Sax von seinem Vater.

Von den Gästen gab es weitere kleine Gaben wie Schnitzereien, Schmuck und liebevoll gestaltete Schatzkästchen.

Wir danken an dieser Stelle unserer lieben Felis für dieses wunderschöne und liebevoll gestaltete Ritual und wir hoffen natürlich, dass wir auch bald für den kleinen Bruder Mathi ein weiteres schönes Ritual dieser Art feiern dürfen. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert